Nachwuchs….. in der Katzenfamilie

Am 28.04.2017 haben wir Nachwuchs bekommen. 

Die Geschichte

Lilly ist im Mai 2015 in einem Heuballen eingewickelt gefunden worden. Vermutlich wurde Sie in einem entsprechenden landwirtschaftlichen Gerät geboren. Vor der Nutzung solcher Geräte gibt es vermutlich üblicherweise keine Kontrolle über eventuelles Innenleben. Wahrscheinlich ist das der Grund dafür,dass ein Katzenbaby in so einen Ballen geraten kann. 

                                                                             
Glücklicherweise wurde die kleine „Glückskatze“ von einem Landwirt aus unserer Nachbarschaft gehört, entdeckt und aus dem Ballen befreit. In der nachbarschaftlichen Scheune wuchs das kleine Kätzchen heran. Die gesamte Nachbarschaft sorgte dafür, dass der Kleinen an nix fehlt. Leicht war es nicht, denn die Scheune war kalt und unwirtlich. Da sie so ein hübsches Katzenbaby war, fand sie nie wirklich Ruhe. Alle Kinder der Nachbarschaft schlugen mehrmals am Tag in der Scheune auf,um die Kleine „lieb zu haben“ und zwar auf Teufel komm raus. 

Ganz schadlos überstand Sie diese überbordende „Nachbarschaftsliebe“nicht. Lilly entwickelte sich zu einer jungen Katze im geschlechtsreifen Alter, aber sie war nicht sehr stressresistent. Von Zeit zu Zeit zeigte Sie Ihre Gestresstheit in dem sie um sich Biss. Das war gut, denn die Menschen ließen sie einbisschen mehr in Ruhe.

Mit knapp einem Jahr war Lilly schwanger 

Die Mama (2016)


Die Babys- Mimi, Frau Stroebele und ein roter Kater (Rambo) hatte sie geboren..

                                                                                                                              

Rambo musste sich schon recht früh an eine neue Familie gewöhnen, während Mimi in der Nachbarschaft blieb und Frau Stroebele Ihren Platz bei uns fand. 
Okay….der Name ist etwas ungewöhnlich aber irgendwie passt der Name richtig gut zu unserem “ Stroebi…“. 

Nebenan wohnte damals und auch heute noch eine junge Familie. Ihre Tochter war ca.2 Jahre, als Frau Stroebele bei uns einzog.

Sie rief unser Katzenbaby ganz oft und ganz begeistert bei Ihrem Namen. Aus Ihren Kindermund kam zu der Zeit nichts anderes als „Röble“ raus.  So kam es , dass Frau Ströbele noch den Spitznamen „Röble“erhielt.

„Röble“ und Mimi verbrachten noch 3 Wochen zusammen bis Mimis neue Besitzer vom Urlaub zurück kamen. Dann stand es an Abschied zu nehmen…das fiel uns nicht leicht…..auch unserem „Röble“ nicht….schließlich waren sie ein Herz und eine Seele.

                                  
Für Frau Stroebele war dies zwar ein Abschied für immer, aber alleine war sie nie. In unserer Nachbarschaft gab es immerhin Harald , aber auch Stroebeles Mama sowie andere Katzen. 

Und so vergingen die Monate, wir erlebten viele schöne Augenblicke mit Frau Stroebele und Lilly….an Weihnachten 2017  freute sich Frau Stroebele unglaublich über das Katzenspielzeug an Weihnachtsbaum….es war einfach herrlich zu beobachten, wie Sie die Weihnachtskugeln als Boxsäckchen betrachtete.

  Das schönste Geschenk machte uns Frau Stroebele in der Nacht zum 29.4.2017.  Im Frühjahr war Frau Stroebele schon geschlechtsreif, mit noch nicht einmal einem Lebensjahr. Als sie rollig war, gab es kein Halten mehr. Wir hatten beschlossen, dass sie ein mal Babys haben soll. Interessenten gab es genug, was den Entschluss erleichterte Frau Strebele schwanger werden zu lassen. Laut Recherchen und der Aussage unserer Tierärztin, sollen Katzen die Babys geboren haben insgesamt gesundheitlich stabiler sein. Natürlich wollten wir nichts anderes für Frau Stroebele. Es dauerte nicht lange… im Februar konnte man eindeutig eine Gewichtszunahme feststellen. Die letzten Wochen waren offensichtlich beschwerlich , diese Tatsache bewegte uns die Tierärztin mit unserem Kätzchen zu beehren. Nach einem Ultaschall meinte sie: „Ich kann drei schlagende Herzchen erkennen, aber da liegt soviel drunter und drüber….so genau kann ich das gar nicht sagen“ Aber was ich sagen kann ist…in den nächsten 3-4 Tagen werden die Babys kommen. Na, das war mal ne Ansage. Nun ja der Bauch war dick und kugelrund.Frau Stroebele musste immer wieder die Treppen hoch und runter getragen werden, warum? Die Treppen in unserer Wohnung sind sehr steil und Frau Stroebele war immer recht schnell unterwegs. Wenn sie mit einbisschen zuviel Tempo in Richtung Treppe sprang, wirkte die Fliehkraft entgegen der Bremskraft von Frau Stroebele. wir hatten regelmäßig Angst, dass sie irgendwann einmal die Kurve nicht mehr kratzen würde und  mit akrobatischem Salto mortale die Treppe hinunterpurzeln würde.  DIe Ausgeprägte Schwerkrafterfahrung  in ihrem schwangeren Zustand machte ihr das Treppensteigen extrem schwer und meist blieb sie auf der 2. oder 3. Stufe sitzen und miaute herzzerreißend jämmerlich. DIeser Ton war nicht auszuhalten und so rannte einer von uns auf jeden Fall…und immer, um die „Prinzessin“sanft nach oben zu befördern. Jeder Tatort am Sonntag Abend wurde für diese Aktion unterbrochen und das ohne zu murren, während der Krach vorprogrammiert war ,wenn einer von uns Menschen auch nur im Ansatz darauf kam, die Tatortsession zu stören.

Okay, wir Menschen schienen in diesen Tagen mindestens genauso schwanger zu sein wie Frau Stroeble. Bei jedem MMMMIIIIAAAAOOOUUUUUU!!!!  Standen wir hellwach parat um sofort aktiv werden zu können, sollte die Geburt beginnen…Wofür wir aktiv werden sollten ,dass war uns allerdings nicht klar, denn wir hatten ja ausgiebig tausend Katzenforen, Internetseiten und und youtube-Filme durchforstet. WIr hatten die beste Geburtsvorbereitung hinter uns die man sich nur denken kann…naja, also ich zumindest. Schließlich hatte ich keine Kinder und somit auch keinerlei Geburtserfahrung und schon gar keine Idee wie das bei  unserer Frau Stroebele ablaufen könnte.

Am 27.4. stattete die halbe Nachbarschaft Frau Stroebele einen Besuch ab. Es saßen also ca 7 Kinder und 3 Erwachsene um die Wurfkiste und um Stroebele herum, das absolut keinen Bock hatte auch nur einen Fuß in die Wurfkiste zu setzen. Dabei wollten wir gute Katzen Mamas sein und haben gleich zwei Wurfkisten „wohnlich“ und babytauglich ausgestattet.

Auch die Mutter von Frau Stroebele  kam nochmal zu Besuch um nach dem Rechten zu sehen. Ob sie unserer Frau Stroebele noch letzte Instruktionen gab? ???   Wer weiß das schon, wir sprechen ja diese Sprache nicht…. Stroebeles Mama Lilly blieb nicht lange, vermutlich ging Ihr das Menschengehabe  um Stroebeles Schwangerschaft auf den Wecker. Ein Gang durch die Wohnung, alles gecheckt, offensichtlich für okay befunden und wieder abgerauscht.  

Ach ja , zu diesem Zeitpunkt war auch Lilly trächtig. SIe allerdings schien noch lange nicht soweit wie unsere Frau Stroebele. Der Abend kam, auffällig unruhig war Frau Stroeble, mal lief sie raus, dann rein, mal in die Wurfkiste, dann wieder raus. SIe fand einfach keinen Platz um entspannt liegen zu können. In den Wochen zuvor lag sie zwar immer wieder in einer der Wurfkisten, doch jetzt war irgendwie nichts mehr recht und genehm. Ich hatte die Idee, dass es los gehen könnte und meinte nur…ich geh heute nicht ins Bett….

Frau Stroebele platzierte sich im Flur auf einer Truhe unterhalb des Gardarobenspiegels und fand, daß dieser Platz gut war um zu schlafen. Irgendwann beschlossen wir doch, auch in unsere Zimmer zu gehen und uns schlafen zu legen. Ich war müde und bin wohl sofort als ich flach lag,eingeschlafen.

Plötzlich erwachte ich weil etwas schwer auf meinen Beinen lag, ich hab erst garnichts geblickt, drehte mich um nachdem ich mich freigestrampelt  hatte. Gerade als ich wieder wegtriftete durchdrang ein unglaublich hohes „Piiiiieeeep“ meine Nacht.

Ich setzte mich auf, machte mein Nachtlicht an und da lag es….nein…nicht in der Wurfkiste ,die wir so liebevoll vorbereitet hatten-NNeeeeeiiiiiinnnnn, weit gefehlt, es lag in meinem Bett , dieses kleine ,nasse rattenartige  Geschöpf, nicht größer bzw. länger als mein Zeigefinger und Frau Stroebele legte es trocken. Während dessen zeigen sich noch eine oder zwei Wehen und die Platzenta umgangssprachlich die Nachgeburt genannt , wird aus  Frau Stroebeles Gebärkanal gepresst. Unbeirrt leckt sie das Kleine trocken…. zumindest bis sie die Nachgeburt erkennt. Das Baby bleibt piepsend liegen, während Frau Stroebele lustvoll die Nachgeburt verspeist. Und so geht das dann die folgenden 2,5 h lang, bis alle 5 Katzenbabys geboren waren.Beim zweiten Baby schien Frau Stroebele zu meinen, das jetzt der Spaß hier ein Loch hat. Sie hatte keine Lust mehr das Baby  zu trocknen, was aber verheerend gewesen wäre. 

Es ist nämlich so: Die Babys werden , in der Fruchtblase geboren. Die Mutter hat dann alle Hände voll zu tun,um das Baby frei zu lecken, dies dient der Atemstimulation. Verweigert die Mama das Trockenlecken, wird das Baby nicht ins Leben kommen.

Anstatt sich dem Baby zuzuwenden, putzte sie sich selbst, denn ihr Fell war von der ersten Geburt blutverschmiert, das war aber jetzt in diesem Augenblick nicht das, was wichtig war. Meine Freundin legte das Baby vor die Nase von Frau Stroebele und plötzlich schien sie zu wissen, was ihr Job war. Wieder kam die Nachgeburt und wieder verzehrte sie diesen Leckerbissen in kürzester Zeit.  Diese Nachgeburt hat einen hohen Nährwert für die Mama, was dann den Babys wieder zu Gute kommt.



​​Frau Stroebele hat nun also in 2,5 h 5 kleine Babys geboren. Zwei kleine Tigerchen, 2 weiße mit Tiegerfleckchen und ein grau-weiß geflecktes Kätzchen. WElches Geschlecht sie haben, kann bis dato nur vermutet werden. Den Köpfen und Pfoten nach zu urteilen, könnten es 4 Jungs sein, das grau-weiße Kätzchen ist vermutlich ein Mädchen.
Die Jungs haben alle einen richtig breiten Kopf, sie sind schon mit richtig kräftigen Pfoten geboren worden, während das Grau-weiße Kätzchen, ganz klein , schwach und mit ganz wenig Fell geboren wurde. Am 2. Tag haben wir die kleinen gewogen. ALle brachten so ca 100 gr auf die Waage, nur das das kleine ,schmächtige Kätzchen wog 80 g. WIr beschlossen die Gewichtszunahme alle zwei Tage zu prüfen, weil wir uns doch um das gau-weiße Baby am meisten sorgten.



​In den nächsten Tagen beobachten wir die Entwicklung der Kleinen und natürlich auch der Mama. Auch für sie war die Geburt sehr anstrengend.  In Folge muss die frischgebackene Mama lernen sich um Ihre Babys zu kümmern, selbst genug zu essen und zu trinken, damit sie genug Milch produzieren kann…..  Bisher macht sie das alles blendend!!!

FORTSETZUNG folgt in Kürze

Veröffentlicht von dolphinseye

Achtsam und voller Bewunderung , für alles was lebt und schützenswert ist. Kritisch hinterfragend , was uns immer wieder für wahr und echt "verkauft" Aware of the meaning of human being

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