Monolog

Im Sumpf der Gewohnheit festgefahren

Das Rad des Hamsters dreht sich unaufhörlich

Und Du versuchst Schritt zu halten,

um nicht zwischen die Streben zu geraten.

Es fühlt sich normal an,

nicht gut aber okay….

Das reicht doch, was willst Du mehr?

Das Leben ist kein Lolly und auch keine Spielwiese…

Du hast ein Dach unter dem Du leben kannst.

Menschen um Dich die Du magst…

Du hast nen Job und Dein Auskommen…

Alles ist okay… was also willst Du denn?

Du bist da wo Du sein wolltest

Angekommen, sagtest Du

endlich zuhause

Was ist passiert?

Was willst Du denn?

Sag …was willst Du denn noch?

Die Seele springt heraus und schreit

L E B E N!!!!

Stürmische Zeitenr

Der Wind bläst durchs Haar

Gedanken zerzaust

Verloren in den Gezeiten

Vergänglichkeit macht Angst

Wellen zerbersten an Klippen

Lautes Getöse

ohrenbetäubend

Verunsichert stehst Du einer gewaltigen Macht gegenüber.

Du hörst es nicht

Du fühlst es nicht

Dein Herz wie gelähmt

Steht es still?

Ein Vogel leise singt

Jedes Ende ist ein Anfang

Jeder Tod eine Geburt

Steh auf und atme….

10.03.2019 ©️ks

Gedankenspaziergang

Der Weihnachtsbaum steht wie jedes Jahr im Wohnzimmer, seinem Schmuck sieht man nicht an in welcher Stimmung er geschmückt wurde. Nur der Mensch der ihn schmückte, weiß um die Tränen die er in sich trug…

sollte es doch ein Fest der Liebe werden und der Baum mit seinen Lichtern und Kugeln, ein Zeichen dafür.

Wir Menschen, was sind wir doch für kleine „Würmchen“ und wieviele von diesen Würmchen sitzen , genau wie ich unter diesem Bäumchen und denken…“was spielen wir hier eigentlich für ein Schauspiel? “

Die schönen Lichter und die bunten Kugeln, täuschen uns hinweg über die Dramen des Alltags und tauchen sie in romantisches Licht. Wir fotografieren, halten fest um uns morgen, wenn uns die Realität eingeholt hat, uns zu erinnern, dass doch alles GUT ist.

Es ist alles gut, die Umweltkatastrophen, der Brückenabsturz in Genua, Terroranschläge,Morde, Verkehrsunfälle, Verlust und Tod, Ausbeutung und Ungerechtigkeit, Streit und böse Worte,Mißtrauen mangelnde Wertschätzung im Kleinen und im Großen und , und, und…, all das getaucht in dieses Weihnachtslicht, macht uns möglich all dies auszuhalten, weg zu blenden…

Und wenn morgen alle innere Not wieder präsent ist, beruhigen wir uns mit den Fotos von Weihnachten, machen uns glauben, dass alles nicht so schlimm ist, wie es ist… und wenn es doch so ist, dann haben wir ja das Licht, das unsere Finsternis erhellt.

Und das war es dann auch schon…

Das Leben geht weiter…neue Katastrophen, Zwist und Zwietracht … ändert sich denn irgendetwas ?

Löst dieses Weihnachtslicht, denn irgendwas noch aus in uns. Berührt es uns denn noch…

oder sind es nur die Geschenke die uns kurz berühren, uns erfreuen.

Ganz ehrlich, ich hätte auf jedes Geschenk gern verzichtet, für eine Zeile die aus tiefstem Herzen kommt. Die mir sagt… hey komm… wir nehmen uns an der Hand und schaukeln das „Schiff“ gemeinsam

Unser Beziehungsschiff, unser Freundschaftsschiff unser Arbeitsschiff

Unser Lebensschiff…..

……………………………………….

Doch ab und an ,….wenn wir nicht damit rechnen, blitzt ein Licht auf- in einem Blick, in einem Lächeln, in einer Umarmung-

Das fühlt sich an, wie eines der Lichter am Weihnachtsbaum, das aber tief hineinfällt in uns und tatsächlich etwas ins uns verändert.

Erlauben wir uns, dass es so sein darf?

In diesem Sinne

Frohe Weihnachten

Boah…wie schnell die Zeit vergeht

Unsere kleinen Kätzchen sind aus dem Haus. Doch drei sind geblieben,,, Frau Stroeble , Hexe und Wanka. Sie haben sich zu großartigen Stubentigern entwickelt. Alle drei Samtpfoten sind jede für sich einfach ein Geschenk.

Frau Stroeble war über den Sommer hinweg unter die Streunerinnen gegangen. Es war keine Seltenheit , dass Sie 10 Tage weg blieb. beim ersten Mal bin ich fast durchgedreht. Bin ab dem 6 Tag ihres Fehlens stundenlang über die Felder gegangen. Überall hab ich nach ihr gesucht. Irgendwann hab ich dann „Tasso“ eingeschaltet. Unsere Frau Stroebele war tätowiert und gemeldet bei Tasso. was die direkt auf die Beine gestellt haben, das war absolut großartig. Online konnte ich Fotos hochladen und unsere Katze Beschreiben. Wenige Tage später hatte ich Plakate zum aufhängen ( in Farbe) und Flyer ebenfalls in Farbe) im Briefkasten. Wirklich eine tolle Leistung von Tasso und so unkompliziert. Außerdem wurde eine Suchmeldung auf die Tasso- Hompage hochgeladen die jeder lesen konnte. So waren natürlich viele Menschen informiert und könnten auch in der weiteren und näheren Umgebung, die Augen offen halten.

Nach 10 Tagen saß sie plötzlich auf nem Acker und als ich sie rief kam sie sofort und lief…bei Fuß… wie ein gut erzogener Hund , mit mir heim. Und mir war ein Riesen – Stein vom Herzen gefallen. Falls irgendwann jemand glaubte im Sommer hätte die Erde gebebt…. Das war der Stein der mir vom Herzen viel.

Seither ist sie immer wieder mal für mehrere Tage weg, doch jetzt ist die „Mama“ wesentlich entspannter.

Hachja unsere Kätzle sind einfach Menschen- verbindend

Durch die Vermittlung eines unserer kleinen Kätzchen , haben wir sogar neue Freunde gewonnen. Ohne dieses kleine Kätzchen wären wir vermutlich nie diesen Menschen begegnet. Und heute fühlt es sich fast an wie ein Familientreffen, wenn wir uns sehen. Nur , dass es noch viel, viel entspannter und ruhiger ist.

Auch die Gespräche in der Nachbarschaft drehen sich häufig um unsere Katzen und auch deren Katzen. Denn die eine oder andere begibt sich Ab und an auf Abenteuerausflug. natürlich geht man gemeinsam suchen, hält die Augen offen , spricht und tröstet einander, bis die kleinen Tiger sich bequemen mal wieder nachhause zu kommen.

Was für ein Geschenk … und das alles,weil wir uns entschieden hatten, ein Kätzchen zu retten und aufzunehmen, damit es nicht in einem kalten Stall sein,Leben Fristen muss. Dabei gibt es unendlich viele Katzen,die so leben und denen es garnicht schlecht dabei geht. Aber unsere Frau Stroebele hat einfach ein warmes , heimeliges Nestchen verdient.

Hachja, unsere Kätzle leisten sogar Entwicklungshilfe….

Man glaubt es kaum, ich …. der Reisemuffel schlecht hin, reist jetzt sogar mit der neuen Katzenmama,unseres kleinen Katzentigerchens nach England. Jetzt beginne ich sogar neue Wege einzuschlagen, dazu müsste ich jetzt 50 Jahre alt werden. Und vermutlich wäre es niemals dazugekommen, hätten wir nicht unsere neuen Freunde kennengelernt, über unser kleines Kätzchen.

Hachja, Hachja…mmmmhhhh ….Was für ein Glück!!!!

Ich???? Hab ich jemals gesagt, das ich Katzen nicht besonders mag, weil sie hinterlistig sind. Was für ein Idiot war ich…. Katzen haben Persönlichkeit, man kann sie nicht abrichten, domestizieren, sie machen was sie wollen und sie haben ihren eigenen Kopf.

Aber immer wenn es einer von uns nicht gut geht, sind sie alle da. Sie legen sich zu Dir …

Sie schnurren Dich in den Schlaf, wärmen Dir den Hals wenn er schmerzt und selbst wenn Du traurig bist oder weinst. Sie lecken Dir die Tränen weg und schon musst Du wieder lachen. Sicher löst das Deine Probleme nicht, aber für den Moment wird es tatsächlich leichter.

Hachja unsere Kätzle, die besten Therapeuten

Okay, ja vielleicht bin ich verrückt…aber ich liebe diese Haarigen Samtpfötchen einfach. Und jeder der jemals eine Katze hatte, wird verstehen wovon ich hier spreche .

Jeder, dessen Herz verwundet wurde, oder dessen Seele schmerzt – sollte einen solchen Samttiger in seiner Nähe haben. Nie wieder würde er sich trennen von diesem Tier, da bin ich ganz sicher.

Drum bin ich auch der Meinung, dass in jede Einrichtung in der Menschen mit Einschränkungen, Schmerzen, psychischen Störungen, oder alternde Menschen- betreut werden, ein solches Samtspfötchen Lebens sollte. Einfach nur um der MENSCHEN WILLEN.

HABE FERTIG… für heute.

E-Bike

Ein Sportgerät für Senioren und Seniorinnen…weit gefehlt!

Wer wachen Auges unterwegs ist kann es überall erkennen. Jung und auch die ältere Generation wagt sich auf die modernen Zweräder.

Okay, ich gebe es zu: der eigentliche Grund weshalb ich mir ein E-Bike anschaffte, war die Tatsache, dass längere Radtouren mir Rücken -und Kniebeschwerden machten. Weil ich darauf keine Lust hatte, schob ich mein Fahrrad in den Keller. Dort fristete es sein Dasein indem es sinnlos rum stand.

Meine Gedanken kreisten immer wieder um die Anschaffung eines E-Bikes, doch zwei Dinge hielten mich davon ab. Zum einen war es mein Stolz- ich wollte nicht mit knapp 50Jahren zu denen gehören, die einen Akku brauchten um vorwärts zu kommen, und der zweite Grund lag in meiner schwäbischen Tugend, der Sparsamkeit .

Eines Tages bin ich aufgewacht und plötzlich war alles anders. Wer könnte mir den vorschreiben, ab wann es sich schickt ein E-Bike zu fahren ?

Und warum sollte ich meine paar ersparten „Kröten“ auf der Bank liegen lassen, wo es eh nicht mehr für mich arbeiten kann. Die Zinspolitik…Nein keine Sorge, es folgt jetzt kein Monolog über den Sinn und Unsinn unserer Zinspolitik….

Ich wog ab, bewertete neu und kam zu dem Ergebnis:

Ich bin alt genug um mir das zu leisten , was ich will und ich bin zu jung um mir von meinem Rücken und meinen Knien vorgaukeln zu lassen, dass ich längst ausrangiert bin.

Ich seh überhaupt nicht ein , warum ich Verzichten soll wonach mir der Sinn steht, nur weil ich keine 20 Jahre alt mehr bin.

Ich erfüllte mir den Traum vom E-Bike und einer verkehrstauglichen Ausrüstung. Sobald ich konnte düste ich durch die Gegend. Ruckzuck hatte mein Rad die ersten 500 km auf dem „Buckel“

Kein Berg war seither ein Hindernis und auch kein Wald, auch Bäche habe ich durchquert. Pausen an schönen Teichen und Tümpeln habe ich gemacht. Zur Entspannung habe ich Libellen beobachtet, egal ob nach nem Sommerregen, frisch geschlüpft oder beider Paarung. Auf so eine spannende Idee kam ich aber nur durch meine Freundin, die leidenschaftlich gerne Libellen fotografiert.

Mein Radfahrradius ist Dank Akku größer geworden, genauso wie meine Leidenschaft für die Natur . Ich muss nicht mit Vollgas durch die Prärie Düsen, denn viel mehr sehe ich vom Wunder Natur wenn ich entspannt und fröhlich 50 km zurücklege.

Mein altes Rädle tut nun seinen Dienst in Österreich, es gehört eben genauso wenig „zum alten Eisen“… wie ich.

Deshalb und in diesem Sinne- lasst Euch nicht einschränken, weder von Innen noch von Außen. Es gibt immer Alternativen

Eure Katharina

Im Mai kam der Sommer

Unglaublich, wir zählen den 5.Mai und man spricht gemein hin vom Frühjahr. Doch in den letzten Wochen hängt eine einzige Staubwolke über dem kleinen Stockach bei Gomaringen. In den News lese ich,es handle sich um Eine Mischung aus Saharasand und Blütenpollen. Was für eine explosive Mischung für Allergiker und Allergikerinnen. Gut, dass ich damit keine Probleme habe, dachte ich noch heute Morgen…heute Abend jucken die Augen und die Nasenschleinhäute sind geschwollen.

Die Dosis macht das Ding zum Gift… genau zitiert nach Paracelsus: „Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift, allein die Dosis macht’s, dass ein Ding kein Gift sei“ oder ganz einfach “ sola dosis facto venenum “

Das bedeutet dann wohl, dass ich mir das mit der Problemfreiheit hinsichtlich der allergenen Pollen abschminken kann.

Egal, ich geh trotzdem raus, denn es hat 23 Grad und heute ist der Dunst und Staub über Stockach verschwunden. „Blutregen“war vorhergesagt der entsteht, wenn Saharasand über Stockach herab regnet, doch bisher ist davon nichts zu sehen. Die Erde staubt, die Pollen fliegen durch die Lüfte, aufgewühlt von der leichten Brise , welche ein Gefühl von Mittelmeerurlaub hinterlässt und das mitten im Dörfchen Stockach bei Gomaringen.

Außer dem Neckar, dem Käsbach der Ammer, und noch weiteren Bächlein mit eher sinkendem Wasserpegel,gibt es nur den Hirschauer See oder den K’furter See, der in einem ein Mittelmeerfeeling aufkommen lassen kann.

Doch wer braucht das Mittelmeer, wenn das Gute und Schöne sooooo nahe liegt

in diesem Sinne, genießt die Sonne☀️

Oldies But Goldies

Ich war auf der Retro-Classics -Messe in Stuttgart.

Eigentlich gehöre ich nicht der Spezies „Homo errectus automobile“an, NEIN-eher im Gegenteil. Ich halte die Entwicklungen der Automobilindustrie eher für bedenklich. Die Autos werden immer höher, schneller, und automatischer. Es scheint einen Trend dahin zugeben, dass wir jegliche Verantwortung abgeben wollen. Ein Auto soll selbstständig fahren und vor allem Gefahren erkennen, damit auch die Zeit auf den Straßen noch genutzt werden kann, um sie mit Arbeit oder anderem Zeitvertreib zu verbringen.

Dem Menschen im Straßenverkehr soll das DENKEN und HANDELN abgenommen werden… und wie mir scheint ist das nicht der einzige Lebensbereich in dem dieser Prozess Einzug erhalten hat. Es passiert ganz langsam und subtil, während man uns die absolute Freiheit in unserem Leben suggeriert, nimmt man uns genau diese durch Überwachung und Datensammlung per GPS.

Ein „zweischneidiges Schwert“- denn eben während ich das schreibe wird mir deutlich, wie wenig ich mich diesen gesellschaftlichen Entwicklungen entziehen kann, denn schließlich genieße ich auch den Nutzen all dieser Entwicklungen.

So viele Gedanken tauchen auf in meinem Kopf, während ich mich frage, warum ich es liebe, Messen wie die “ Retro Classics“ zu besuchen?????

Was ich zu sehen bekomme, sind Oldtimer. Stilvolle Automobile der Vergangenheit,die Zeugnis geben davon, dass es eine Zeit gab, in der es um Schönheit ging, um Stil und weniger um Schnelligkeit.

Natürlich ist mir klar, dass solche Autos unsere heutige Umweltsituation und unsere Klimaerwärmung mit verursachten. Doch, wenn ich es genau betrachte, war es bei einem alten Audi von 1968 noch nicht möglich Software zu manipulieren, weil es die noch nicht gab. Und es war noch möglich selbst eine Schraube zu lösen oder ein Licht auszuwechseln ohne, dass ein Bordcomputer völlig austickt.

Menschen konnten Ihrer Schrauberleidenschaft ohne weiteres nachgehen, weil die Elektronik noch einfach und logisch nachvollziehbar war. und tatsächlich kann ich durchaus verstehen, dass es heute noch Menschen gibt, die solche Autos sammeln um sich in die Vergangenheit zurück zu Beamen, in der es noch um Stil und Einfachheit ging.

Es steckt wohl das selbe Bedürfnis dahinter, welches mich dazu treibt, auf solche Messen zu gehen.

Ich liebe diese alten Karossen, Ihren Glanz und Ihre Schönheit.

„Oldies But Goldies“ weiterlesen

Einen Hund zum Jagen tragen…

genau da „liegt der Hase im Pfeffer“. Welchen Sinn soll das denn haben? Warum sollte ich einen Hund zum Jagen tragen? Wenn der Hund keine Lust hat zum Jagen, oder vielleicht sogar an einer Krankheit leidet und gar nicht Jagen kann-weshalb sollte ich Ihn dann dazu bringen wollen?

Das Problem ist schwerwiegend und nicht nur in meinem beruflichen Alltag sehe ich mich herausgefordert dieses Problem zu lösen. Ich arbeite als Lehrerin, sehe mich aber nicht als solche. Es entspricht mir und meiner Idee von Lehrern eher den Begriff Lernbegleitung zu verwenden. warum so spitzfindig?

Eben gerade deshalb, weil in den Köpfen der Menschen, beim Begriff „LEHRERIN“ ein Bild entsteht, dem ich nicht im geringsten entsprechen will.

Der Lehrer/ die Lehrerin ist studiert- ich schon mal nicht….Da beginnt es schon, der Bruch in meiner Identitätsfindung in dem alt hergebrachten Begriff „LEHRERIN“. LehrerInnen stehen über den Schülern- mit einer solchen Aussage komm ich schon wieder in einen Konflikt. Ich sehe mich dort nicht, gleichsam und viel mehr sehe ich mich auf gleicher Höhe und in gerade Wegs in des Lernenden Augen blickend.

Nein ich würde nicht in eine Lehrerfamilie hineingehören, viel eher hat es mich in diesem Berufszweig hinein geschleudert. Wer ES ist? Das Schicksal,würde ich sagen. Keines Weges würde ich mich als Intellektuelle bezeichnen und doch hat mich das Leben in den letzten fast 50 in Jahren mehr gelehrt, als ich hätte je mir kognitiv erarbeiten können.

Genau aus diesem Grund, weiß ich eben, dass es so ziemlich das Unsinnigste ist, zu meinen man könnte einen Hund zum Jagen tragen. In den ersten Jahren in meinem neuen Job, glaubte ich sogar es sei meine Aufgabe, genau dies zu tun. Nach ca 6 Jahren landete ich mit „Burn out“in einer psychosomatischen Klinik.

Gott sei Dank hatte es das Schicksal so gut mit mir gemeint, den so bekam ich die Chance auf Ruhe, Ausstieg aus dem alltäglichen Getriebe und die Chance mich , meine inneren Glaubenssätze und mein bisheriges Leben zu reflektieren.

Bald stellte sich heraus, dass ich nichts von dem verkörperte, was die Gesellschaft allgemein unter dem Begriff“LEHRERIN“ verstand. Ich war nicht übermäßig klug, ich hatte nicht mehr als meine Erfahrungen und meine berufliche Fachkompetenz als Krankenschwester anzubieten. war ich richtig-oder falsch…

Ich hatte keine Ahnung mehr! Und doch musste eine Entscheidung her.

Mein damaliger Therapeut schickte mich in ein Labyrinth im Klinikgarten und bat mich hineinzugehen, ganz langsam und mir zu überlegen,was ich alles nicht mehr sein wollte und beim herausgehen sollte ich Visionen schmieden darüber, wie ich mein Leben haben wollte.

Tage dauerte es,bis ich in das Labyrinth einsteigen konnte. Den Eingang zu durchschreiten war schon eine schwere Entscheidung, die gleichbedeutend war mit gravierenden Veränderungen in meinem Leben. Wie die Aussehen würden konnte und wollte mir damals niemand sagen.Warum ich so lange gebraucht hatte, ? Es war meine Unentschlossenheit . Ich wusste nicht was vor mir lag und doch sollte ich Abschied nehmen von etwas, was mir ein Leben lang bekannt war.

Es blieb mir nichts anderes übrig als mich davon loszusagen, dass ich für die Entwicklung andere Menschen verantwortlich bin, wenn ich diesen Job wirklich weiter machen wollte.

So und damit wären wir wieder bei der Überschrift.

Niemals mehr werde ich einen Hund zum Jagen tragen. Entweder er will es, weil er es als seine Bestimmung ansieht, oder er will es weil er Spaß daran hat, oder aber ich lasse ihn hinter seinem „Öfchen“ liegen. Es ist nicht mein Job- von mir aus kann „der Hase im Pfeffer “ liegen bleiben, wenn er das will.

GUTE NACHT!

Healthy and Strong

es gibt tausend Seiten im Internet und abertausend von Büchern, die uns dazu anhalten, den perfekten Body, die perfekte Figur, den idealen BMI zu erarbeiten. In jeder Werbung sehen wir Frauen deren Alter wir nicht schätzen können, und Männer die Nähe zu ausschließlich den Göttern griechischer Sagen gleichen. Männlich ist wer schlank, durchtrainiert ist und stahlharte Muskeln aufweisen kann. Weiblich ist, wer ein ansprechendes nahezu faltenfreies Gesicht, von schönen, wenn möglich langen Haaren umhüllt, einen trainierten Körper in den Maßen 90-60-90 anbieten kann ( so zumindest zu der Zeit in der Marilyn Monroe als Schönheitsideal galt).

Wenn wir heute auf die Laufstege der Erde schauen, auf denen scheinbar Mode und Schönheit präsentiert wird, kommen in mir Zweifel auf und Tränen treibt es mir in die Augen. Was ich größtenteils sehe ist nicht mehr schön sondern vor allem traurig. Ausgezehrte Frauenkörper erkenne ich, die eigentlich viel mehr den Skeletten, die in den 80igern symbolhaft für eine Havy Metall Band standen, gleichen als einer schönen und weiblichen Frau, die stolz ihre Rundungen und Kurven, ihrer weichen Schönheit preis gibt. Ecken und Kanten , abstehende Knochen und tief liegende Augen zeugen von Krankheit und nicht von Schönheit. Welches Leid sich im Inneren dieser Frauen abspielt? Wer nimmt das zuR Kenntnis? Bei dem ein oder anderen weiblichen Model, mag sich vielleicht nicht einmal mehr ein Gefühl von Leid einstellen, weil die Seele die in einem solchen Körper leben muss, vielleicht schon längst verhungert ist.

Heute leben wir in einer , meiner Ansicht nach gespaltenen Gesellschaft. Zwanghaft wird versucht einen Fitnesswahn mit einem , wie oben beschriebenen Körperbild, in Einklang gebracht. Die Werbung preist uns tagtäglich an was uns unbedingt , schöner, glücklicher, toller macht. die Möglichkeiten die uns angeboten werden reichen, von Diätrezepten über künstlich hergestellte Smoothies, über Eiweißdrinks , Appetitzügler und Abführmittel.Das sind nur wenige Beispiele über die uns täglich suggeriert wird, wie wir noch besser aussehen können, noch fitter werden können und wie wir vielleicht sogar unsterblich werden können.

Was steckt denn hinter diesem Unsterblickkeitsansatz wirklich?

Ich überdenk meine letzten Lebensjahre und komme zu dem Schluß , dass ich Jahre damit verbracht habe, dem Bild gerecht zu werden, was von Kindesbeinen mir als „Guter Mensch“ in die Seele gezeichnet wurde. Ein guter Mensch ist ehrlich, geht in die Kirche, kleidet sich korrekt und hübsch, pflegt sich , hat einen guten Beruf und gut heißt in diesem Fall, einen Beruf der finanzielle Unabhängigkeit mit sich bringt…oder heiratet eine finanziell abgesicherte Person,männlichen Geschlechts.Ein guter Mensch hält sich an die Regeln, fällt nicht auf, ist immer höflich, streitet nicht und macht was man ihm sagt. Bei dem Bild einer guten Frau lassen sich noch einige sehr wichtige Attribute hinzufügen. Sie ist hübsch, trägt Kleidchen und Röckchen und bewegt sich darin wie eine kleine Prinzessin. Sie verhält sich devot und achtet vor allem auf das Wohl ihrer Familie… Und wenn sie noch keine eigene Familie hat, dann doch wenigstens auf das Wohlergehen ihrer Ursprungsfamilie.

Unter dem Kreuz solcher Erwartungen und Bilder, braucht man sich nicht zu wundern, wenn der Wunsch nach Befreiung und Unsterblichkeit entsteht. Es gibt nämlich nur zwei Möglichkeiten für den Menschen, entweder er zerbricht unter dem Joch dieser Erwartungen oder er überlebt alle die diese Erwartungen oder man befreit sich dann selbst von diesen Menschen, die solche Erwartungen an einen richten. Wenn uns das gelingen soll brauchen wir eine Unsterblichkeit- das doofe ist nur, wenn ich unsterblich werden kann, warum sollten dann all die nicht auch unsterblich sein können, die mir sagen, wie ich zu sein habe.

Also stelle ich schnell fest- dieser Ansatz führt ad absurdum.

Eine weitere Erklärung die mich zur Unsterblichkeitidee führt ist die Idee von Angst.Alles was wir nicht kennen macht Angst und alles was Angst macht löst in uns Vermeidungsstrategien aus. Der Tod als Ende betrachtet, stellt für viele Menschen ein Monster dar. Diese Angst vor diesem Unbekannten scheint der Antrieb zu sein für viele, viele Forscher Unwohlsein und Krankheit zu besiegen.Vor allem um sich der eigentlichen Realität, dem Todes stellen zu müssen. Wir flüchten in Religionen, die uns ein Leben nach dem Tod versprechen, wir suchen nach Menschen die sich in der Nähe des Todes befanden und befragen sie neugierig über ihre Erfahrungen mit dem Tod. Gleichzeitig rennen wir geschäftig in einem Tempo durch das Leben, als wären wir auf der Flucht. Die Flucht vor dem großen Unbekannten Monster.Im geheimen wissen wir, dass wir diesem nicht entrinnen können, deshalb laufen wir weg und suchen nach Wegen und Umwegen um an diesem Monster vorbei zu kommen. Heute ist die genetische Information in unseren Zellkernen entschlüsselt, so besteht die Möglichkeit uns nachzuproduzieren.Es ist möglich genetische Veränderungen, die zu Krankheit und Tod führen aus der Genkette zu entfernen. Wir haben unglaublich viele Ideen um unser Leben verlängern zu können.

Liegt nicht genau darin unsere Flucht? Wir rennen jedem Modetrent , jeder Möglichkeit hinterher die uns ewige Jugend und Gesundheit verspricht.Dabei merken wir nicht, dass wir dem Leben gar nicht mehr Tage geben können, jedoch den Lebensminuten mehr Tiefe.

Doch wie, wie mache ich das in dem „gesellschaftlichen und kulturellen Gesamtgetriebe?“

ACHTSAMKEIT UND LIEBE scheint mir die einzige Lösung für dieses Dilemma zu sein, in dem wir uns alle befinden.

Wie geht das? Eine scheinbar banale Frage, doch wie beantworten wir sie ganz alltagsnah?

Ich habe mir zur Angewohnheit gemacht, wenn ich im „Hammsterrad“ nicht mehr schnell genug bin, auszusteigen…nur einen Moment lang…um einfach nur zu atmen…EIN…AUS….TIEF IN DEN BAUCH…und fühlen was in diesem Moment in meinem Körper passiert. Und schon bin ich entschleunigt und werde ruhiger. Atmen ist essentiell und nichts bringt mich besser in den Augenblick als das. In Folge dauert es nicht lange und ich kann wieder erkennen, dass ich auf der Flucht war…obgleich mich nichts weiter dazu treibt als mein eigener ANTREIBER .Ich kenne ihn sehr gut…ZEIT IST Geld…WO IST DEIN EHRGEIZ? WO IST DEINE DIDZIPLIN? Im diesem Augenblick beginne ich zu lachen, über mich…und über meinen Antreiber. Im Geheimen denke ich…was für ein Idiot und hol mir erst mal einen Kaffee und ATME!!!

Gegen Gewalt nicht nur gegen Gewalt an Frauen.

Es war kalt heute und mein innerer Schweinehund war hartnäckig. Doch um etwas zu tun, um sich zu engagieren, um laut NEIN zu sagen, müssen wir nun mal unsere „comfortzone“ verlassen.Runter vom Sofa, rein in die warmen Klamotten und los gehts.

In den verschiedensten Städten wurden heute,am Valentinstag 2018 Aktionen gestartet unter dem Titel „one billion rising“. Es handelt sich um eine Tanzdemonstration die sich vor allem gegen Gewalt richtet. Gewalt gegen Frauen,gegen Mädchen… ür mih rundsätzlich gegen alle Gewalt.Ich habe meinen inneren Schweinehund Gassi geführt. Mitten rein in die Demo in Tübingen. Okay, es war keine Riesendemo. Nicht weltbewegend, aber immerhin hat sich eine Gruppe von Menschen zusammengefunden um gemeinsam zu tanzen und zu singen…Break the Chain…

Wieviele Menschen erleben tagtäglich Gewalt,Manipulation,Miss-brauch? Vermutlich ist die konkrete Zahl der Opfer gar nicht zu erfassen.

Den erst einmal stellt sich die Frage, wann beginnt Gewalt?

Wir wissen zwar , dass es Gewalt auf der körperlichen, aber auch auf der psychischen und der geistigen Ebene gibt. Aber anerkennen wir diese verschiedenen Bereiche überhaupt?

Oder ist es einfach nur peinlich,wenn ein Mensch einen anderen verbal gewalttätig angeht?

Gewalt beginnt in meinen Augen da, wo die Würde eines Menschen mit Füßen getreten wird.

Wenn ich einem Menschen nach mir die Tür, durch die ich gerade gehe, vor der Nase zuhaue.

Wenn ein Mensch einen anderen mit sexistischen oder diskriminierenden Äußerungen belästigt.

Gewalt auf der psychischen Ebene stellt für mich auch ein ignorantes Verhalten dar.

Und wie oft schauen wir weg, pflichten bei oder stimmen sogar mit ein? Weil wir gedankenlos übergriffiges, diskriminierendes ,ver-letzendes Verhalten hinnehmen. All zu oft denken wir noch nicht mal drüber nach, was vor unseren Augen passiert oder an unsere Ohren dringt.

Wir reagieren nicht, beziehen keine Stellung, halten die Füße still und wundern uns, dass uns niemand zu Hilfe eilt, wenn wir selbst uns in einer herausfordernden Lage befinden.

Wir wundern uns wenn Menschen mit Gewalterfahrung nicht über ihre Erfahrungen sprechen wollen, keine Anzeigen erstatten wollen.

Stellen Sie sich vor sie wurden Opfer von Mobbing, sexueller Bglästigung oder Missbrauch. Wem würden sie sich offenbaren? Ich glaube die meisten Opfer schweigen lieber, bevor man ihnen eine Teilschuld oder gar eine Gesamtschuld an der Erfahrung zuspricht.

Die Gesellschaft, also wir alle sind so schnell dabei, genau zu wissen was richtig und was falsch ist. Wenn es darum geht sich für Opferschutz stark zu machen fehlt uns häufig die Zivilcourage.

Während ich auf der Demo gegen Gewalt war, sprach ich mit einer Bekannten über ihren Vater…“ so ein Arschloch“. Wie viel Gewalt steckt eigentlich in unserer Sprache, frage ich mich als die Aussage meiner Bekannten durch meine Gehörgänge zu meinen Rindenfeldern dringt um dort verarbeitet zu werden. Und was mache ich auf dieser Demo, wenn ich nicht genau in diesem Moment laut aufschreie?

Ich tat es nicht, ich nahm es grinsend hin, überging das GESAGTE einfach so. ICH PACKE MICH JETZT AN MEINER EIGENEN NASE,nehme ich mir vor und bin gespannt wie oft ich morgen in der Position des stillen Beobachters und des Ignoranten verharre.

In diesem Sinne Gewaltfreies Leben

Gute Nacht

dolphineye

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